Zuhörende

Zuhörende

Für das eigenen Wohlbefinden ist es unerlässlich, Menschen zu haben, denen man sich mit seinen Sorgen und Nöten (die wohl jeder mal hat) anvertrauen kann. Das können gute Freunde sein, die Eltern, die/der Partner:in oder ein:e Seelsorger:in. Die eigenen Sorgen von der Seele reden zu können ist eine ganz wichtige Möglichkeit der Psychohygiene. Die Corona-Beschränkungen der letzten 2 Jahren haben das besonders deutlich gemacht: Die Zahl der Psychotherapien ist enorm gestiegen.

In Bochum ist darum das Projekt "Bank : Verbindung" ins Leben gerufen worden, dass mitten in der Fußgängerzone Gesprächsmöglichkeiten für jedermann anbietet. Bei der Aktion sitzen Ehrenamtliche auf bunten Bänken und können einfach angesprochen werden. Wer sich dazu setzt kann ihnen von den eigenen Sorgen und Nöten erzählen oder über Gott und die Welt quatschen. Es richtet sich dabei vor allem (aber nicht ausschließlich) an Senior:innen. 
Wer mehr dazu wissen möchte, wird hier fündig: https://www.bochum.de/Referat-fuer-politische-Gremien-Buergerbeteiligung-und-Kommunikation/BankVerbindung

Als Seelsorger weiß ich aus eigener beruflichen Erfahrung, wie wichtig es ist, eine:n Gesprächpartner:in zu haben, mit der/m man sich auf Augenhöhe unterhalten kann. Der Frust muss einfach mal raus und wenn Schreien/ Boxen/ Laufen nicht mehr hilft, dann können Reden und Zuhören wahre Wunder bewirken :-)
Übrigens: Das Projekt "Jetzt Mut machen!" des Bistums Aachen gibt gute Tipps, wie man selbst für andere zum/r Seelsorger:in werden kann. Mehr dazu unter: https://www.jetzt-mutmachen.de/