Wegen der Sünde für uns gestorben

Wegen der Sünde für uns gestorben

Heute ist Karfreitag, der höchste aller Fastentage. Wenn man in der Fastenzeit schon auf nichts verzichtet hat, dann wenigstens heute. Jedenfalls dann, wenn man nach dem christlichen Glauben geht. Denn an Karfreitag wurde Jesus von Nazareth, der Sohn Gottes, menschgewordener Gott bei vollem Bewusstsein an ein riesiges Holzkreuz genagelt und in der Sonne, außerhalb der Stadt Jerusalem aufgestellt; Golgota heißt diese Stelle. Ein grausamer Tod, der einzig und allein auf die Eifersucht und die Angst vor Machtverlust einiger weniger zurückzuführen ist, die die Massen mit Hilfe von Fake News aufgehetzt haben; kurzum: der Inbegriff von Sünde. Eine Methode, wie sie auch heute noch gebraucht wird, um Einzelinteressen auf Kosten der Massen durchzusetzen. Für die Jünger Jesu, die ihn all die Jahre hinweg begleitet haben, war es eine absolute Katastrophe das mit ansehen zu müssen. Erst mit Ostern sollte ihre Verzweiflung ein Ende finden und der Samen der Hoffnung sprießen, aus dem das heutige Christentum geworden ist.

Menschen, die anderen Menschen aus egoistischen Motiven schaden wollen, gibt es auch heute noch genug. Aber es gibt auch viele, die sich dafür einsetzen, dass sie keinen Erfolg haben: Polizist:innen, Menschen mit Zivilcourage und neuerdings auch ehrenamtliche Männer und Frauen hinter der Telefonnummer 030-12074182. Dort kann man nämlich anrufen, wenn man nachts alleine nach Hause gehen muss. Ein/e ehrenamtliche/r Mitarbeiter:in redet dann, so lange man unterwegs ist, mit einem. Das Telefonat an sich wirkt auf viele potentielle Täter schon abschreckend. Sollte aber doch etwas passieren, kann diese/r Mitarbeiter:in sofort die Polizei verständigen und sich erklären lassen, was gerade passiert. Ein Fernzeuge, der/die die Aufklärungsrate erheblich erhöhen kann.

Ich finde dieses ehrenamtliche Angebot absolut großartig, denn sie macht den nächtlichen Gang nach Hause nicht nur für den/die Anrufer:in, sondern auch für die Passanten drumherum sicherer. Auch ich habe, wenn ich nachts alleine vom Bahnhof nach Hause gegangen bin, gerne meine Mutter angerufen. Das gab mir ein Gefühl der Sicherheit und unterhaltsam war es auch. Dass meine Mutter so bereitwillig und so lange für mich erreichbar war, ist das Gegenteil von Sünde; denn sie hat es aus Liebe gemacht :-)