Unendliche Weiten

Unendliche Weiten

Das Universum ist so unendlich, unfassbar groß, dass es kaum Bilder gibt, um es überhaupt für uns vorstellbar zu machen. Man geht davon aus, dass das Licht etwa 93.000.000.000 Jahre unterwegs sein müsste, um von einem Ende des Universums zum anderen zu kommen. Allerdings geht man auch davon aus, dass das Universum sich immer weiter ausdehnt, sodass das Licht wohl niemals von einem ans andere Ende gelangen würde. Das Universum besteht aus Milliarden von Galaxien; jede davon enthält hunderte Milliarden Sternen und unsere Sonne ist einer davon.
Bei dieser gigantischen Größe ist es nur logisch anzunehmen, dass die Erde nicht der einzige Planet ist, auf dem Lebensformen existieren.

Astronomen haben mit K2-18b vor wenigen Monaten einen Planeten aufgespürt, der gleichzeitig Wasser und angenehme Temperaturen bietet. Allerdings braucht das Licht bis dorthin 110 Jahre und das schnellste jemals vom Menschen geschaffene (unbemannte) Flugobjekt "Paker Solar Probe" bräuchte mit seinen 343.080km/h satte 346.379 Jahre für die Reise.
Viel konkreter für uns ist hingegen die Entdeckung bislang unbekannter Lebensformen auf der Erden: So haben Forscher des National Oceanography Centre in Großbritannien, der Universität Hawaii und der Universität Genf vor Kurzem zwei neue Spezies in 5km Tiefe entdeckt. Es handelt sich dabei um zwei Gattungen von Xenophyophoren. Die schwammartigen, einzeiligen Organismen sind jedoch aufgrund ihrer Größe mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Man fand sie in einer Wasserprobe aus dem Jahr 2018.

Seit ich denken kann bin ich vom Weltraum fasziniert. Es gibt wohl keine Science-Fiction Serien oder Filme, die ich nicht gesehen hätte. "The Expanse" von James S. A. Corey ist meine Lieblingsromanreihe. Je mehr ich in der letzten Zeit aber über die Tiefsee lese, umso mehr Gemeinsamkeiten entdecke ich: Wir wissen mehr über unser eigenes Sonnensystem als über das, was in den Tiefen unserer Ozeane verborgen liegt.
Bei all meiner Faszination über das unendlich Unbekannte, fällt es mir schwer nicht an das Göttliche zu glauben, der und dem wir das alles zu verdanken haben :-)