Solidarisch in der Not

Solidarisch in der Not

Nach meinem Urlaub bin ich wieder zurück. Es war ein schöner Urlaub in der Nähe der bayrischen Alpen, aber auch mit einigen Hiobsbotschaften aus der Heimat. Die Nachrichten und Berichte von der Flut haben meine Frau und mich auch in der Abgeschiedenheit erreicht und besorgt gemacht. Auch wenn bei uns zu Hause und in der Familie die Keller trocken geblieben sind, so sind unsere Gedanken nach wie vor bei den zahlreichen Opfern der Umweltkatastrophe.

So schlimm die Katastrophe auch ist (und sie ist ziemlich schlimm), so schön ist die Hilfsbereitschaft so vieler Menschen:

  • Landwirt:innen waren noch vor der Bundeswehr und dem THW mit ihren Traktoren unterwegs, um Trümmer zu beseitigen und eingeschlossene zu befreien bzw. zu versorgen. Aus ganz NRW fuhren zahlreiche Landwirte in die Katastrophengebiete. (Quelle: https://www.instagram.com/p/CRirKNiqbwi)
  • In Geldern gründete sich eine Facebook-Gruppe, die Schultüten für I-Dötzchen bastelt, deren eigene Schultüten den Fluten zum Opfer gefallen sind. (Quelle: https://www.instagram.com/p/CRgqEt1KEF6)
  • Eine Elfjährige rettet einen Vierjährigen am Fühlinger See vor dem Ertrinken. Als Dankeschön für ihren schnellen und mutigen Einsatz überreichte ihr die Polizei Köln persönlich einen Teddy in Polizeiuniform. (Quelle: https://www.instagram.com/p/CRjKoGRqQPc)
  • Eine Kiste mit Kuscheltieren wurde kürzlich von Jens Hill aus Bad Münstereifel geborgen, die auf der Erft davonschwamm. Er wusch die Kuscheltiere und hält in sozialen Medien nach den Besitzer:innen Ausschau. (Quelle: https://www.instagram.com/p/CRqxJeqqsSa)
  • Der Fußballverein Borussia Mönchengladbach und sein Ausstatter Puma spenden Sportartikel im Wert von 250.000,- Euro für Sportvereine, die durch das Hochwasser ihre Ausrüstung verloren haben. (Quelle: https://www.instagram.com/p/CRrIKbxhRzH)
  • Hunderttausende Menschen aus ganz Deutschland sind ehrenamtlich als Helfer:innen unterwegs; mehr sogar als koordiniert werden können. Sie packen tatkräftig mit an, spenden Gegenstände und Geld für die Flutopfer und zeigen sich in Gedanken, Gebeten und Spendenaufrufen solidarisch mit allen Betroffenen. (Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/hochwasser-helfer-logistik-100.html)

Und das sind nur die guten Nachrichten und Aktionen, die mir in den letzten Tagen so zugeflogen sind. Im Internet finden sich noch zahlreiche weitere wunderbare Beispiele, wie Menschen anderen Menschen in der Not helfen.

Auch wenn unsere Gesellschaft nicht immer den solidarischsten Eindruck macht und auch ich mich immer wieder über den Egoismus vieler Menschen aufrege, freue ich mich, dass man zumindest in der Not solidarisch miteinander ist. Vielleicht lernen wir Menschen es irgendwann das auch ohne große Katastrophen dauerhaft hinzubekommen... Man soll die Hoffnung ja niemals aufgeben :-)