Skuriles Andenken

Wenn jemand Bekanntes stirbt ist es für die Angehörigen schlimm genug. Es folgt eine Reihe von Riten, die dabei helfen sollten die Trauer zu verarbeiten: Trauerfeier samt Trauerrede, Bestattung samt Kranzniederlegung, Trauercafé mit Bekannten, Gesprächsrunden im engen Familienkreis oder mit anderen Trauernden in einer Kirchengemeinde.
Doch was tun, wenn man nicht die Gelegenheit hat, einen geliebten Menschen auf diese Weise zu verabschieden?

So war es für den australischen Farmer Ben Jackson als seine Tante verstarb und aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen in Australien nicht zur ihrer Beerdigung reisen durfte. Ihm fehlte dadurch die sonst üblichen Möglichkeiten des Abschiednehmens.
Doch ihm kam eine andere Idee: Statt einen Kranz am Grab niederzulegen legte er eine ganze Menge Gerste auf einem Feld im Form eines Herzens aus. Danach ließ er seine Schafsherde frei, die nur auf das ausgelegte Buffet gewartet hat. Mit seiner Videodrohne zeichnete er auf, wie die Schafe nach und nach ein Herz-Symbol bildete, während sie die Gerste suchten und fraßen. Das Herz ist als letzter Abschiedsgruß für seine verstorbene Tante Deb gedacht.
Sein Video gibt's jetzt auf YouTube zu sehen:

Das ist wieder ein wunderbare Beispiel, wie Tiere uns Trost spenden können :-)