Sich für andere freuen

Sich für andere freuen

Es fällt oft nicht leicht, sich für andere zu freuen, wenn man selbst weniger Freude empfindet oder sogar zuvor sehr viel Pech hatte. Auch mir ist das eine lange Zeit schwer gefallen mich wirklich ehrlich für andere zu freuen. Erst als ich mir ernsthaft vorgenommen haben, so gut es geht, positiv auf mein Leben und meine Zukunft zu schauen, fiel mir die Freude über das Glück anderer deutlich leichter!

Eine sehr gute Vorlage sich für andere zu freuen gibt es, wenn man dieser Tage nach Australien und Neuseeland schaut: Nach über 400 Tagen darf wieder Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern stattfinden. Die Grenzschließung hat viele Menschen schwer getroffen, denn wegen der Nähe zueinander gibt es viele Familien, die Angehörige in dem jeweils anderen Land haben. Jetzt nach der Öffnung kommen die Transportgesellschaften dem Ansturm kaum noch hinterher: "Wir haben die Hin- und Rückflüge nach Neuseeland um 16 pro Tag erhöht – und sie sind alle ausgebucht", so Alan Joyce, Chef der australischen Fluggesellschaft Qantas. Auch Air New Zealand bietet jetzt 4x so viele Flüge an wie vor dem Lockdown, um dem Ansturm Herr zu werden. So groß ist die Sehnsucht vieler Menschen, ihre Angehörigen endlich wieder sehen und umarmen zu können. Herzergreifende Fotos am Flughafen gibt es mit dem entsprechenden Instagram-Post der Tagesschau zu sehen: https://www.instagram.com/p/CN4ooHGqlYq
Und das Ganze gibt es bei YouTube auch noch als Bewegtbilder:

Während in Australien die Grenzen wieder geöffnet werden, befinden wir uns in Europa weiterhin im Lockdown; dieses Mal sogar mit Ausgangssperren, aber dafür wenigstens mit der Möglichkeit, nach Terminvereinbarung und mit negativem Test, shoppen zu gehen. Doch das ist nur ein kleiner Trost, bedenkt man die Möglichkeiten, die wir vor Corona hatten.
Dass das aber nicht ewig so weiter geht und eine Öffnung in Sicht ist, zeigen die Bilder aus Australien und Neuseeland. Auch wir können uns mit zunehmenden Impfungen darauf freuen, bald wieder ganz normal unsere Familien zu treffen und unbeschwert umarmen zu können.
Bis dahin können wir uns aber mit den Australiern und den Neuseeländern freuen. Wer die Freude bei den Menschen auf den Fotos und dem Video sieht, dem wird das wohl auch nicht allzu schwer fallen. Wenn ich jemanden glücklich sehe denke ich mir: Wenn es andere gut geht, dann kann es auch mir gut gehen :-)