Retour(kutsche)

Retour(kutsche)

Urlaub ist etwas Schönes, vor allem wenn man verreist: Man kommt mal raus, sieht etwas Neues, lernt neue Menschen und vielleicht auch Kulturen kennen. Aus dieser Sehnsucht heraus hat sich der Tourismus entwickelt. Für viele Länder ist der Tourismus mittlerweile eine wesentliche Einnahmequelle für die dortige Wirtschaft. Wer sich über den Tourismus nicht so sehr freut, sind die ein oder anderen Anwohner und natürlich die Natur, denn Touristen bringen eine Menge Müll mit. Über die positive Wirkungen von Tourismus-Pausen für die Umwelt habe ich ja in einem vergangenen Impuls berichtet. (Wer es noch einmal nachlesen möchte: Hier klicken!).

Im thailändischen Nationalpark Khao Yai in der Nähe von Bangkok kennt man das Problem zu genüge und hat jetzt eine witzige Idee: Wegen Corona müssen sich alle Besucher des Nationalparks, wie oft in öffentlichen Einrichtungen, in eine Besucherliste mit Name und Adresse eintragen. Wann immer Aufseher oder Kameras sehen, dass ein Besucher Müll liegen lässt, wird dieser gesammelt, verpackt und an die angegebene Adresse zurückgeschickt. Bei der Rückkehr aus ihrem Urlaub erwartet sie dann eine unschöne Überraschung. Ein Zettel mit entsprechender Erklärung liegt dem Paket bei: "Wir haben Ihren Müll in einem Karton eingesammelt und schicken ihn zu Ihnen nach Hause. Das soll Ihnen eine Lehre sein, nie wieder irgendwo Abfälle einfach wegzuwerfen."

Natürlich kann man sich bei der Aktion fragen, ob das wirklich etwas bei diesen Menschen bewirkt. Vermutlich nicht bei allen, aber vielleicht ja doch bei dem ein oder anderen. Immerhin: Jeder reumütige Umweltsünder ist ein nachhaltiger Gewinn :-)