Recycling lebt vom Mitmachen

Die Recyclingquoten könnten besser sein: Gerade einmal 22% der Kunststoffabfälle wird in Deutschland recycelt (Quelle: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/recycling/21113.html). Ab 2022 soll es eine verpflichtende Quote von 63% geben. Bis dahin ist es aber wohl noch ein langer Weg. Alles was nicht recycelt werden kann, wir "energetisch verwertet", also verbrannt und zu Strom oder Fernwärme umgewandelt.

Aber nicht nur Plastik lässt sich wiederverwerten, sondern auch Zigarettenstummel, was sich eine 82-Jährige aus Amberg in Bayern zunutze gemacht hat. Karin Meixner-Nentwig etablierte vor 3 Jahren ein Recyclingsystem für Zigaretten in ihrer Stadt. Seitdem motiviert sie mit ihrem Verein "Kippenjäger", Zigarettenstummel zu sammeln. Auch Restaurants, Café und Firmen machen mit, indem sie die Stummel ihrer Aschenbecher zum Recycling abgeben. Der Verein kommt mittlerweile auf über 90 Mitglieder:innen und wächst weiter.
Auch der Kölner Verein "Tobacycle" beteiligt sich seit 2018 an der Sammelaktion: "Keine Kippe soll mehr die Umwelt verschmutzen.", so Gründer und Vorsitzender Mario Merella.

Mein Bruder sagt immer "Recycling lebt vom Mitmachen", darum ist es gut, dass es Vereine, wie diese gibt, die immer wieder darauf hinweisen und die Menschen dazu animieren mitzumachen. Gemeinsam können wir die Umwelt sauber halten und verhindern, dass u.a. die unansehnlichen Zigarettenstummel nicht mehr auf dem Boden verrotten und das Grundwasser belasten. Und die Aktion macht auch eines deutlich: Egal ob Teenager bei Fridays for Future oder Senior:innen wie Karin Meixner-Nentwig, Umweltschutz ist keine Frage des Alters, sondern der Haltung :-)