Mini-Sonntagsimpuls von Franz-Josef Wolf

Mini-Sonntagsimpuls von Franz-Josef Wolf

MINI_IMPULS … am Sonntag 09/05/2021 = 100. Geburtstag von Sophie Scholl. Wurde aber nur 21 Jahre. - Warum? Und wie kam es dazu?

Geboren am 9. Mai 1921 in Forchtenberg (Baden-Württemberg) wuchs sie mit 4 Geschwistern in einem religiös wie politisch liberalen Elternhaus auf, glaubte zunächst an das von den Nationalsozialisten propagierte Gemeinschaftsideal und trat 1934 dem Bund Deutscher Mädel (BDM) bei. Sie engagierte sich für ihre Jungmädel-Gruppe und wurde Scharführerin, veranstaltete Mutproben und Härtetests.

Im Frühjahr 1941 liest sie in den Werken des Kirchenvaters „Augustinus von Hippo“. Diese Lektüre ist der Beginn der Wende in Sophie Scholls Leben.

Im Mai 1942 beginnt sie ein Studium der Biologie und Philosophie in München. Dort wird Sophie schnell in den Freundeskreis ihres Bruders Hans aufgenommen, der dort Medizin studiert. Die Freude an Musik (Sophie tanzt sehr gerne und spielt Klavier) und Kunst (sie ist eine talentierte Zeichnerin) verbindet sie miteinander.

Die jungen Leute besuchen die Vorlesungen des Philosophieprofessors Kurt Huber und diskutieren philosophische und religiöse Fragen, etwa inwiefern Christen als politisch denkende und handelnde Menschen gefordert sind. In der Folge organisieren sie sich als Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“.

Am 18. Februar 1943 legt sie gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Flugblätter in der Uni aus und wirft dabei einen Stoß Blätter von einer Brüstung in den Lichthof hinab. Beide werden entdeckt und verhaftet, versuchen konsequent, ihre Freunde zu schützen, indem sie sich als die Hauptakteure darstellen.

Vier Tage später, am 22. Februar, werden Sophie und Hans zusammen mit ihrem - am 20. Februar festgenommenen - Studienkollegen Christoph Probst wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat [und] Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Gegen 17 Uhr wird das Urteil durch Enthauptung mit der Guillotine vollstreckt.

Sophie Scholls Briefe und Tagebuch-Aufzeichnungen spiegeln das Bild einer jungen Frau von hoher Empfindsamkeit für die Schönheiten der Natur, von herzenstiefem Glauben und einer intensiven Harmonie mit der eigenen Seele wider.

(Quelle: Wikipedia & bpb – Bundeszentrale für politische Bildung)
https://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/60955/sophie-scholl



Danke an meinen Kollegen Franz-Josef Wolf für diesen Impuls!