Lang lebe Plastik!

Lang lebe Plastik!

Hast du noch die Bilder von den riesigen Müllstrudel im Kopf, die vor einiger Zeit durch die Medien gingen: Auf einer Fläche 4,5 mal größer als Deutschland sammeln sich Unmengen von Müll auf der Wasseroberfläche zwischen dem amerikanischen Festland und Hawaii. Dabei handelt es sich ausschließlich um Müll, der an der Oberfläche schwimmt und daher sichtbar ist. Der meisten Müll im Ozean sinkt zu Boden und wird mit den Jahren zu sogenanntem Mikroplastik zerrieben, dass dann über Fisch- und Pflanzenwelt in unsere Nahrungsmittel gerät. Viel ist über die gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik noch nicht bekannt, sicher sind sich die Expert:innen aber in einem: Gesund kann das nicht sein.

Um diesem mittlerweile gigantischen Problem Herr zu werden, verbieten immer mehr Länder Einwegplastikprodukte, wie Einkaufstüten oder Strohhalme; zuletzt die EU und Indien.
Eine ebenfalls positive Entwicklung auf diesem Gebiet ist die Erfindung von Textilien aus recyceltem Meeresplastik. SEAQUAL® YARN! heißt das Kunstoffgarn aus gesammeltem Plastikmüll von Stränden und Meer. Das auf Nachhaltigkeit und Fairtrade ausgerichtete deutsche Textilunternehmen trigema verwendet dieses Garn jetzt für ihre Badehosen.

Es spricht nach wie vor nichts gegen die Verwendung von Plastik und Kunststoff. Im Gegenteil können solche Produkte sehr viel energieärmer und damit umweltfreundlicher hergestellt und recycelt werden, als Produkte aus Holz oder Pflanzen. Doch kommt die positive Energiebilanz nur dann wirklich zum Tragen, wenn diese Produkte auch öfter als einmal verwendet werden. Aus diesem Grund feier ich auch Tupperdosen total: Die halten meine Lebensmittel lange frisch, sind leicht zu spülen, einfach zu verstauen, halten ewig und lassen sich immer wieder verwenden. Lang leben Plastikprodukte (im wahrsten Sinne des Wortes :-)