Kleine Lichter

Kleine Lichter

Viele Dingen haben mich auf der indonesischen Insel Bali beeindruckt, als ich vor einigen Jahren dort gewesen bin: Die Kultur, die Gastfreundschaft der Menschen, die Natur und der nächtliche Sternenhimmel. Ganz recht, weil Bali viel weniger dicht bebaut ist als NRW und es rundherum nichts weiter gibt als Wasser, sind die Nächte dort sehr viel dunkler als hier und im Nachthimmel sind sehr viel mehr Sterne zu sehen. Das ist ein atemberaubendes Gefühl, wenn man in den Nachthimmel schaut und hunderttausende, kleine, leuchtende Punkte sieht; jeder von ihnen ist eine Sonne.

In Europa hat man nur sehr selten einen solchen Anblick; viel zu groß ist die Lichtverschmutzung: Straßenbeleuchtungen, Ampeln, beleuchtete Innenstädte, Häuser, Autos usw.
Das könnte aber in naher Zukunft besser werden, denn in Frankreich dürfen von nun an alle Schaufenster und Fassaden ab 1 Uhr nachts nicht mehr beleuchtet sein. Auch Bürofenster sollen von da an dunkel sein. Das diene in erste Linie den Vögeln, da diese unter der zunehmenden nächtlichen Lichtverschmutzung am meisten zu leiden haben, aber auch eine Menge Strom kann so eingespart werden.

Nicht alle werden diese Maßnahme toll finden, doch ich finde, dass der positive Nutzen die Nachteile überwiegt. Wer kommt denn schon ab 1 Uhr nachts auf die Idee einen Schaufensterbummel zu machen? Und auch im Büro sollte zu so später Stunde keiner mehr arbeiten müssen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Ich persönlich begrüße die Initiative und hoffe, dass so, wenn andere Länder mitziehen, auch der europäische Sternenhimmel wieder funkeln kann :-)