Kleine gute Nachricht aus dem Eis

Kleine gute Nachricht aus dem Eis

Ich denke nicht gerne an die Zeit mit Donald Trump zurück: Unfreundliche Wortwechsel, Drohungen, Spaltung der Gesellschaft durch Polarisierung, Handelskriege, Ausstieg aus dem Klimaabkommen und Fracking nach Gas und Rohöl in Naturschutzgebieten...
Fracking ist eine bedenkliche Methode zur Gewinnung von Öl- und Gas aus tiefen Gesteinsschichten. Dabei werden mit Hilfe von großem Druck und Chemikalien (Fracfluid) die Gesteinsschichten aufgesprengt, um sie für das darin eingeschlossene Öl und Gas durchlässiger zu machen. Dabei werden Millionen Liter Wasser aufgewendet, das dabei oft mit giftigen Schwermetallen und radioaktiven Stoffen im Gestein in Berührung kommt und dauerhaft verunreinigt wird.
Auch wenn Joe Biden nicht ganz von der "America First"-Politik seines Vorgängers abweicht (siehe Impfstoffverteilung in der Welt), so hat er doch begriffen, dass wir beim Thema Klima und Umweltschutz alle im selben Boot sitzen.

Eine gute Konsequenz dieser Erkenntnis ist, dass nun die Öl- und Gasförderung im arktischen Naturschutzgebiet Alaskas wieder ausgesetzt werden; zumindest solange, bis man es kritisch auf die Umweltbedenken hin überprüft hat. 

Wegen dieses Vorbehalts ist es in meinen Augen nur eine eher kleine gute Nachricht, aber jeder Tag ohne Fracking und zusätzlich Öl- bzw. Gasförderung ist ein guter Tag im Einsatz gegen den Klimawandel. Dabei gibt es durchaus CO²-neutrale Brennstoffe, wie Bio-Gas, Holz oder pflanzliche Öle. Im Unterschied zu den eingeschlossenen Gas- und Ölvorkommen setzen diese nur das CO² bei der Verbrennung frei, dass sie zuvor beim Wachsen aus der Atmosphäre gebunden haben. Der CO²-Kreislauf ist somit geschlossen und es gelangt kein neues Treibhausgas in die Umwelt. Besser kann Recycling gar nicht funktionieren :-)