Kleider machen Leute

Kleider machen Leute

Mobbing ist in der Schule nach wie vor ein großes Thema. In der Jugendzeit wird die eigene Identität erforscht. Gleichzeitig wünscht man sich die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Dabei kann es schnell zu Spannungen kommen, denn oft passen die eigenen Wünsche/ Gedanken/ Geschmäcker/ Ansichten nicht zu denen der anderen.
Dieser Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit macht es Schüler:innen schwer, andere Ansichten innerhalb ihrer Gruppe zu tolerieren. Die Folge sind Abgrenzungen von allem, was nicht deren Weltbild entspricht. Das gilt für die Kleidung ebenso wie für die Persönlichkeit. Schüler:innen, die sich diesem Gruppenbild nicht fügen wollen haben es da sehr schwer.

So erging es auch einem Schüler an einer Schule in der Provinz Valladolid (Spanien), der wegen seines femininen Kleidungsstils gemobbt wurde. Zwei Lehrer konnten die homphoben Aussagen der Klassenkamerad:innen nicht ertragen und entschlossen sich ein Zeichen zu setzen: Sie kamen kurzerhand selbst mit Röcken zur Schule.

Mit dieser Aktion lösen die beiden Lehrer die Diskriminierung zwar nicht gleich auf, aber sie stoßen einen Prozess an, der kurzfristig für Irritationen sorgt, mittelfristig zu Diskussionen und langfristig vielleicht auch zum Umdenken führt. Kleider machen Leute, aber die Leute sollten immer noch selbst entscheiden dürfen, welche Kleider zu ihnen passen. Schottenröcke finde ich tatsächlich schon ziemlich lange ziemlich stylisch :-)