Keine Macht den Drogen(bossen)!

Keine Macht den Drogen(bossen)!

"Keine Macht den Drogen!", hieß es immer. Daran hat sich im Grunde auch nichts geändert, denn Drogenabhängigkeit und Drogenkriminalität sind nach wie vor ein riesiges Problem auf der Welt.
Doch seit einigen Jahren wird immer mehr darüber diskutiert manche Drogen zu legalisieren; Marihuana beispielsweise. Zwar gelten die Sucht- und die Nebenwirkungen von Marihuana bzw. Cannabis als eher gering, doch verleite der Konsum zur Einnahme immer stärkereren Drogen, so die Befürchtungen.

Mittlerweile hat man aber herausgefunden, dass ein Verbot das Problem nicht beseitigt, sondern, schlimmer noch, jede Möglichkeit der Kontrolle verhindert. Aus diesem Grund entscheiden sich mehr und mehr Länder, den privaten Gebrauch von Cannabis zu legalisieren; jüngst im US-Bundesstaat New York. Damit will man den illegalen Drogenkartellen, durch staatlich geprüfte Verkaufsstellen, den Wind aus den Segeln nehmen. Diese Legalisierung kommt vor allem den afroamerikanischen Bevölkerungsteilen zu Gute, die bei gleichem Konsum rund 4,5x häufiger wegen Marihuanabesitzes verhaftet wurden als weiße Amerikaner:innen. Außerdem rechnet der Bundesstaat mit 300 Millionen Dollar neuer Steuereinnahmen im Jahr. Dieses Geld soll vor allem den Vierteln zu Gute kommen, die bislang am härtesten von den Folgen illegalen Drogenhandels betroffen waren.

Die Zeit wird zeigen, ob es sich bei dieser Nachricht wirklich um eine gute Nachricht handelt, aber die Pläne dahinter verdienen meiner Meinung nach schon Anerkennung. Rassismus und Kriminalität sind nach wie vor große Probleme in New York. Sollten die Einnahmen aus dem Drogenhandel nun nicht mehr in die Taschen einzelner Kartellbosse fließen, sondern letztlich den Menschen in den betroffenen Vierteln selbst zu Gute kommen, dann könnte sich die Situation dort langfristig wirklich verbessern. Weil Schulen in Amerika von den Steuereinnahmen in ihrer direkten Umgebung finanziert werden, sind die Bildungschancen gerade in solchen Vierteln sehr viel schlechter als in wohlhabenden. Die Besteuerung von Cannabis könnte daran etwas ändern und je besser die Bildung, umso geringer die Gefahr in den Teufelskreis des Drogenkonsums zu geraten. I'm looking forward :-)