Heiße Typen

Heiße Typen

Der menschliche Körper produziert allein durch seine Bewegung mehrere Dutzend Watt Hitze. Ganz besonders beim Tanzen produziert der menschliche Körper eine ganze Menge Hitze, die er meist mit Schweiß zu kompensieren versucht. Tanzbars und Nachtclubs brauchen eine dementsprechend gute Belüftung, wenn es nicht unangenehm werden soll. Die Hitze selbst wird also ungenutzt als unerwünschtes Nebenprodukt vom Tanzen abgeführt.

Wäre es da nicht sinnvoller diese ausgestrahlte natürliche Hitzeenergie irgendwie nutzbar zu machen?
Das fragte sich wohl auch der schottische Club "SWG3" in Glasgow. Mit Hilfe von 12 150m tiefen Bohrungen in der Nähe und einem ausgefeilten Flüssigkeitskreislauf über der Tanzfläche gelingt es dem Club die Wärme der Tanzenden mittels Wärmetauschern nutzbar zu machen. So kann die Temperaturdifferenz genutzt werden, um den Raum effizienter zu kühlen oder die Wärme kann für die spätere Beheizung des Gebäudes gespeichert werden; je nach Bedarf. Auf diese Weise kann der Club nach eigenen Angaben bis zu 70 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Ein interessantes Konzept, das Schule machen könnte. Schon seit Jahren tüfteln Forscher daran, die zur Verfügung stehenden Energieformen konvertierbar und vor allem speicherbar und transportierbar zu machen. Natürlich geht das nie ohne Verluste. Aber wie man an dem oberen Beispiel sehe kann, gibt es eine Menge Potential, wenn man diesen Gedanken konsequent in allen Bereichen weiter denkt. Oft reicht es, wenn einer mit gutem Beispiel voran geht :-)