Geld wächst nicht auf Bäumen

Geld wächst nicht auf Bäumen

Wie wichtig die globalen Regenwaldbestände für alle Lebewesen auf dem Planeten sind, muss ich hier wohl nicht extra ausführen. Nicht umsonst werden die Regenwälder, wie der Amazonas oder der brasilianische Regenwald als "grüne Lungen der Erde" bezeichnet. Nirgendwo auf der Welt wird soviel CO² in Sauerstoff umgewandelt, wie dort. Das ist nicht nur für unsere Atemluft von großer Bedeutung, sondern auch für den globalen Klimawandel. Schließlich ist der steigende CO²-Gehalt in der Luft doch die Hauptursachen für die Erwärmung der Erde.

Seit der Wahl Jari Bolsonaros zum Präsidenten von Brasilien steht die brasilianische Politik in der Kritik, denn sie unterstützt und befürwortet die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes. Allein von Januar bis April wurde dort eine Fläche von umgerechnet 120.000 Fußballfeldern abgeholzt. Doch jetzt haben 7 große europäische Investmentfirmen angedroht, sich von brasilianischen Fleischerzeugern, Getreidehändlern und sogar Staatsanleihen zu trennen, wenn die Regierung weiterhin nichts gegen die massive Abholzung des Amazonas unternimmt. Das hat die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv erfahren.

Der Grund warum Bolsonaro die Abholzung überhaupt zulässt ist -wie so oft- Geld: Schmiergeld von den Rodungsfirmen, weniger Förster zur Überwachung, Einnahmen aus dem Verkäufen der begehrten Tropenhölzer.
Wenn man den Klimawandel leugnet ist Umweltschutz kein Argument und so hat Bulsonaro -trotz internationaler Kritik- nichts gegen die immer schnellere Abholzung des Regenwaldes unternommen. Erstaunt hat mich, dass jetzt ausgerechnet Investmentfirmen -die ja per Definition höchst profitorientiert arbeiten- bereit sind, für den Klimaschutz auf einen Teil ihrer Gewinne zu verzichten. Ist es nicht unglaublich, wie viel die Klimabewegung in den Köpfen vieler Menschen schon bewirkt hat? Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung für uns und unseren Planeten :-)