Gönnen können

Gönnen können

Seitdem ich meine neue Stelle in der Nachbarstadt Krefeld habe, fahre ich öfter mit dem Fahrrad zu Arbeit. In meinem Beruf kommt es schon mal öfter vor, dass ich an einem Tag an mehreren Orten sein muss. Gerade in einer Großstadt wie Krefeld, wo Parkflächen teuer und die Bebauung dicht ist, bietet sich das Fahrrad als Transportmittel an; zumindest solange das Wetter mitspielt.
Blöd nur, wenn es dort kaum gut ausgebaute Radwege gibt. Jetzt gilt Krefeld zwar offiziell als "Fahrradstadt", aber allein der Radweg nach Krefeld hin ist dermaßen von Baumwurzeln untergraben, dass man ihn gemeinhin auch als "Abtreibungsweg" bezeichnet (siehe Foto). Das macht wenig Spaß. In Krefeld selbst geht es, solange man auf einer offiziellen "Fahrradstraße" fährt; abseits davon wird es wegen des dichten Verkehrs schon etwas gefährlicher für Fahrradfahrer*innen.

Fahrradfahrer in Essen haben ähnliche Probleme und haben deswegen Unterschriften gesammelt: 23.000 an der Zahl. Der Essener Stadtrat hat sich daraufhin verpflichtet jährlich 9 Millionen Euro in den Ausbau der Radwege zu investieren.

Davon kann ich in Krefeld nur träumen; der Stadt fehlen schlicht die nötigen Mittel.
Aber anstatt mich zu ärgern wollte ich ja jetzt versuchen, positiv zu denken, also gönne ich den Essenern ihre künftigen Fahrradwege :-) Gut, dass ich für Krefeld ein Mountainbike habe :-D
Wie sieht's bei Ihnen in der Umgebung mit den Radwegen aus? Schreiben Sie mir gerne: https://welt-theologe.de/feedback